Ratgeber / Solarpanel-Reinigung
Solarpanel-Reinigung: Warum sie sich lohnt
Viele Besitzer einer Photovoltaikanlage unterschätzen, wie stark Verschmutzung den Ertrag mindert. Staub, Vogelkot, Pollen, Laub und Moos legen sich über die Module und blockieren das Sonnenlicht. Die Anlage erzeugt weniger Strom und amortisiert sich langsamer. Hier erfahren Sie, wann sich eine Reinigung durch einen Fachbetrieb rechnet.
Wie stark mindert Verschmutzung die Leistung?
Eine feste Prozentzahl lässt sich dafür nicht nennen. Verschmutzung kann den Ertrag spürbar mindern; wie stark, hängt von Standort, Neigung und Verschmutzungsart ab. In landwirtschaftlichen Gebieten, in der Nähe von Autobahnen oder unter Bäumen fällt meist mehr Schmutz an. Schon eine dünne Staubschicht, die mit bloßem Auge kaum sichtbar ist, hält einen Teil des Lichts ab.
Besonders problematisch ist Vogelkot. Er verursacht sogenannte Hotspots: Einzelne Zellen im Modul werden vollständig abgedeckt und erwärmen sich stark. Das mindert nicht nur die Leistung, sondern kann die Zellen langfristig beschädigen.
Beispielrechnung: Reinigung und Ertrag
Mit einer einfachen Rechnung können Sie abschätzen, ob sich eine Reinigung für Ihre Anlage lohnt. Die folgenden Werte sind Annahmen für ein Beispiel, keine Messwerte und keine Zusage:
- Anlagengröße: 10 kWp
- Jahresertrag: 9.500 kWh
- Angenommener Mehrertrag durch die Reinigung: 15 %
- Strompreis: 0,30 EUR pro kWh
- Angenommene Kosten der Reinigung: 150 EUR
9.500 kWh × 15 % = 1.425 kWh. 1.425 kWh × 0,30 EUR = 427,50 EUR, also rund 430 EUR im Jahr. Nach Abzug der 150 EUR für die Reinigung bleiben in diesem Beispiel rund 280 EUR.
Die realen Werte weichen davon ab. Jahresertrag, Verschmutzung, Strompreis oder Einspeisevergütung und die Zahl der Module sind bei jeder Anlage anders. Unsere Reinigung beginnt bei 2,50 EUR / Modul; was sie für Ihre Anlage kostet, klären wir bei der kostenlosen Erstinspektion. Für größere Anlagen auf Gewerbedächern lässt sich dieselbe Rechnung mit den eigenen Werten aufstellen.
Wie oft sollte gereinigt werden?
Die ideale Reinigungsfrequenz hängt vom Standort ab:
- Wohngebiet, wenig Baumbestand: Einmal jährlich reicht in den meisten Fällen.
- Unter Bäumen oder nahe Landwirtschaft: Zweimal jährlich empfohlen (Frühling und Herbst).
- Gewerbeanlagen, Autobahn-Nähe: Zwei- bis dreimal jährlich, je nach Verschmutzungsgrad.
- Flachdach-Anlagen: Häufiger, da Regen den Schmutz nicht so gut abspült wie bei Schrägdächern.
In den ländlichen Ortsteilen von Unna oder am Stadtrand von Hamm liegen Wohngebiete oft direkt neben Feldern. Dort lohnt sich eher der kürzere Rhythmus.
Ein einfacher Test: Vergleichen Sie den aktuellen Ertrag Ihrer Anlage mit den Werten des Vorjahres zum gleichen Zeitpunkt. Fällt der Ertrag bei ähnlichem Wetter deutlich ab, ist eine Reinigung fällig.
Warum nicht selbst reinigen?
Die Versuchung ist groß, die Module einfach mit dem Gartenschlauch abzuspritzen. Davon raten wir dringend ab. Leitungswasser hinterlässt Kalkflecken, die die Verschattung sogar verschlimmern. Harte Bürsten und Hochdruckreiniger können die empfindliche Glasoberfläche zerkratzen oder Dichtungen beschädigen. Außerdem ist die Arbeit auf dem Dach ohne Absturzsicherung gefährlich.
Fachbetriebe verwenden demineralisiertes Wasser und Bürsten mit weichen Borsten, ähnlich wie bei der Fensterreinigung mit Reinwasser. Das schont die Module und hinterlässt keine Kalkrückstände.
Garantie und Wartung
Viele Hersteller empfehlen in ihren Garantiebedingungen eine regelmäßige Reinigung der Module. Vernachlässigte Pflege kann im Schadensfall dazu führen, dass Garantieansprüche abgelehnt werden. Eine dokumentierte Reinigung durch einen Fachbetrieb schützt Sie also doppelt: Sie sichert den Ertrag und Ihre Garantie.
Fazit
Die professionelle Solarpanel-Reinigung rechnet sich vor allem dort, wo viel Schmutz anfällt. Sie hält den Ertrag stabil und gibt Ihnen einen Nachweis für die Garantie.
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Beispielrechnung kurz gefasst
Unter den Annahmen oben (10 kWp, 9.500 kWh pro Jahr, 15 % Mehrertrag, 0,30 EUR pro kWh, 150 EUR für die Reinigung) ergeben sich rund 430 EUR Mehrertrag und nach Abzug der Reinigung rund 280 EUR im Jahr. Die Werte Ihrer Anlage können deutlich davon abweichen.
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